Ist beim Betrieb dieses Solarturm-Versuchskraftwerks mit etwaigen Gefahren zu rechnen?
Nein. Als primäres Wärmeträgermedium dient Luft, die von Natur aus ungiftig ist und in dem Heißgaskreis praktisch drucklos und damit technisch vollkommen sicher und zuverlässig geführt wird. Der sich anschließende Wasser-Dampf-Kreis zur Umwandlung der Wärmeenergie in mechanische und letztlich in elektrische Energie ist in seinem Prinzip bereits in konventionellen Kraftwerken mit fossiler Feuerung tausendfach realisiert worden und entspricht heute absolut dem Stand der Technik. Das solarthermische Demonstrations- und Versuchskraftwerk in Jülich lässt sich somit als ein "konventionelles Kraftwerk mit solarer Feuerung" bezeichnen, das weder für die auf dem Gelände anwesenden Fachkräfte noch für Besucher oder Anwohner ein besonderes Risiko darstellt. Es ist jedoch zu beachten, dass der Receiver am Kopf des Turms im Betrieb eine nach Norden gerichtete hell leuchtende Fläche darstellt, auf die man - genauso wie auf die Sonne selbst - ohne entsprechende Schutzbrille nicht längere Zeit direkt blicken sollte.

