Warum wird in Jülich die Solarturm-Technologie mit dem offenen volumetrischen Receiver verfolgt?
Die Turmtechnologie bietet mit Konzentrationsfaktoren bis zu 1000 und daraus resultierenden entsprechend hohen Kreisprozesstemperaturen ein hohes Wirkungsgradpotenzial, welches erst mit den kürzlich bei DLR und KAM entwickelten extrem temperaturbeständigen keramischen Receiverbauteilen umgesetzt werden kann.
2005 veröffentlichte ein Konsortium aus allen großen Forschungseinrichtungen der EU die so genannte ECOSTAR-Studie. Diese vergleicht die Entwicklungspotenziale aller solarthermischen Technologien. Sie räumt der anvisierten Technologie das höchste Entwicklungs- und das signifikanteste Kostenreduktionspotenzial ein.
Luft als Wärmeträgermedium ist unbegrenzt verfügbar, kostet praktisch nichts und ist aus Umweltgesichtspunkten völlig unbedenklich.
Mit diesem technischen Konzept ist eine einfache Skalierung zu größeren Anlagen möglich.
Das Kraftwerksprinzip ist problemlos auch in unebenem Gelände einsetzbar, was einen deutlichen Vorteil gegenüber der Parabolrinnentechnologie ausmacht.
Das Konzept ist aufgrund der geringen Wärmeträgermassen gut für schnelles An- und Abfahren geeignet.
Es besteht eine strukturell vergleichsweise einfache Erweiterbarkeit zum solaren hocheffizienten GuD-Hybrid-Kraftwerk.

